Turbo fürs Handy

Mit WAP ins Web – ein Elend. Nun schwört die Branche auf die Tempotechnik UMTS und investiert Milliarden. Doch UMTS wird teuer – und womöglich ein Flop.

 

Schluss mit der Langsamkeit – jetzt beginnen die goldenen Zeiten für Handyfans, versprechen die Mobilfunkbetreiber. Mit der neuen Übertragungstechnik Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) soll das Internet mobil werden. Mit Datenraten von bis zu zwei Megabit pro Sekunde, die UMTS schafft, können Nutzer beispielsweise einen Pop-Song in einer Minute in ihr Handy laden und in CD-Qualität anhören. Zum Vergleich: Das heute benutzte Wireless Application Protocol (WAP) schafft 9,6 Kilobit, ausreichend zum Abrufen von Börsenkursen, aber unbrauchbar für Web-Seiten, Videos oder Musikdateien.

Tatsächlich sind die Designstudien und Prototypen der UMTS-Geräte, die Hersteller von Siemens über Ericsson bis Nokia vorgestellt haben, faszinierend und meilenweit entfernt vom ärmlichen Minimalismus der WAP-Modelle. So soll es superflache Color-Bildtelefone im Handyformat mit einer winzigen Kamera zum Herausklappen geben. Oder einen digitalen Diskus, mit dem sich Touristen unterwegs via Internet allerorten im jeweiligen Stadtplan orientieren können. Oder den eleganten Mini-Organizer Dame von Welt, der komplette Web-Seiten in Farbe wiedergibt. „Turbo fürs Handy“ weiterlesen

Interview: Zlatko kauft den Börsen-Ratgeber

Der Shop-Test-Gewinnner BOL ist selber weit davon entfernt, ein perfekter Online-Händler zu sein. Der Deutschland-Geschäftsführer hat aber konkrete Vorstellungen, wie das zu erreichen ist.

Eckhard Südmersen (42) begann seine berufliche Laufbahn nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften im Jahr 1985 als Unternehmensberater bei Arthur Anderson. In den folgenden Jahren übernahm er die Geschäftsleitung unter anderem bei der Vereinigten Verlagsauslieferung und wurde Chef der Falk-Verlagsgruppe. Seit Oktober 1999 ist er Geschaftsführer von BOL Deutschland.

Welche Websites außer BOL schauen Sie sich gerne an?

Vor allem Reise-Sites: Travelchannel, Lufthansa, LTU. Bei Shopping 24 schaue ich ab und zu rein; und damit der Spaß nicht zu kurz kommt, in den Kleinen Kolonialwarenladen. Da kann man ein Glas Wasser bestellen oder einen Beutel Sand vom Spielplatz. „Interview: Zlatko kauft den Börsen-Ratgeber“ weiterlesen

Verpasste Chancen


 

 

 

 

 

 

 

<e>MARKET-Shop-Test

Mit amateurhaften Auftritten vergraulen viele Internet-Händler ihre Kunden. Selbst die Großen müssen noch lernen.

Die gnadenloseste Auslese stand gleich am Anfang. Wie, so fragte sich die <e>MARKET-Redaktion, ermittelt man die 100 wichtigsten Online-Shops in Deutschland? Anhand ihres Umsatzes? Unmöglich: Zu viele Händler verschweigen oder verschleiern schamhaft ihre Zahlen. Nach der Kundenfrequenz? Geht nicht: Auch dazu führt niemand eine vollständige, verlässliche Statistik. Ein gewisses Maß an Willkür würde sich nicht vermeiden lassen. „Verpasste Chancen“ weiterlesen

Porträt: Japans Antwort auf Bill Gates

Masayoshi Son ist der Popstar der japanischen Gesellschaft. Der Chef des Internet-Konzerns Softbank herrscht über fast 300 Unternehmen – und ein milliardenschweres Privatvermögen.

 

Die Elite Japans ist nicht mehr das, was sie einmal war. Da lässt sich Nobuyuki Idei, Präsident der Weltmacht Sony, herab, mit einem Emporkömmling Golf zu spielen. Schlimmer: Er rühmt den neureichen Außenseiter sogar als vorbildlichen Unternehmer. Mit seinem Lob steht Idei nicht allein: Die „Business Week“ hebt den Aufsteiger in den Kreis der 25 Topmanager des Jahres. Beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos hängen hochkarätige Wirtschaftsbosse aus aller Welt an seinen Lippen. Und in Tokio strömen tausende junger Menschen herbei, um von ihrem neuen Idol zu erfahren, wie man Internet-Firmen erfolgreich macht.

Der Gefeierte heißt Masayoshi Son, ist 42 Jahre alt und leitet den globalen Tokioter Internet-Konzern Softbank. „Porträt: Japans Antwort auf Bill Gates“ weiterlesen