Erschütternd: Klimawandel in der SZ

Die Versicherer leiden unter den Kosten von Naturkatastrophen. So weit nichts Neues. Die Süddeutsche schafft hierzu aber mal wieder eine klassische Text-Bild-Schere: Die Überschrift und die Unterzeile widmen sich dem Klimawandel, gegen den die Versicherer durch kluge Lobby-Arbeit vielleicht ankämpfen könnten. Das Foto hat aber so-was-von-gar-nichts damit zu tun. Gegen Erdbeben ist jede Regierung und damit jede Assekuranz machtlos. Auch ich bin erschüttert – über so viel Dummheit im Dienst oder auch über diesen „visuellen Analphabetismus“, wie Hans-Eberhard Hess das nennt.

Liechtensteiner Copycat

Können (angehende Medizin-) Studenten so dumm sein, dass sie auf ein solches Plagiat hereinfallen? Das „Infoportal“ wird von einem jungen bayerisch-tirolerischen Ehepaar betrieben, das nach Liechtenstein umgesiedelt ist und durch die wundersame Wirkung des deutschen Namensrechts an einen alten österreichischen Adelsnamen gelangt ist.

Die Pseudo-Underground-Uni-Website (hier das Original) ist aber bei weitem nicht das seltsamste Internet-Angebot der beiden. Sondern „Liechtensteiner Copycat“ weiterlesen

Jung- oder Altbrunnen SWR

Fünf Jahre rauf oder runter, das kannte ich bisher nur von Karl Lagerfeld und Gerd Oliver von Wurmbrand-Stuppach.

Entdeckt bei Wolfgang Messer.

Wozu Urheberrecht? (19) – Die Moral der Piratisten

Heute erlaube ich mir mal, ein paar Thesen der PPD („Piratenpartei Deutschland“) ins rechte Licht zu rücken.

Logo Piratenpartei Deutschland
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Wozu Urheberrecht? (18) – Immaterialgüterrecht nein danke!

Das Urheberrecht wird abgeschafft – nicht juristisch, nicht von den Piraten, sondern sprachlich, von schlaumeiernden Urhebern, die in Beiträgen über das Urheberrecht fahrlässig den Eindruck erwecken, man müsse endlich von diesem vermeintlich negativ besetzten Fachbegriff wegkommen.

„Die gesamte Ökonomie auch außerhalb des Internets hat ein starker Sog in Richtung der Immaterialgüter erfasst, wie man nichtdingliche Güter, letztlich aus Daten bestehend, juristisch korrekt nennt.“

Sascha Lobo, SpOn, 15. Mai 2012

„Kein Spitzenpolitiker äußere … sich gerne zu den Themen des korrekt als Immaterialgüterrecht beschriebenen Fachbereichs.“

Dirk von Gehlen, SZ, 19. Mai 2012

Nein, Leute, mit dem Begriff „Immaterialgüter“ alias Intangible Assets hat es eine ganz andere Bewandtnis.

„Immaterialgüterrecht“ ist kein Begriff, der „korrekt“ den dann wohl „inkorrekten“ Terminus „Urheberrecht“ ersetzen würde.

In Wirklichkeit stammt der Ausdruck aus der Welt der Handelsrechtler und Betriebswirte. „Wozu Urheberrecht? (18) – Immaterialgüterrecht nein danke!“ weiterlesen