Schon wieder dieses Symbolfoto!

Seltsame BU aus der Frankfurter Rundschau

Das kennen wir doch schon – in ganz anderem Kontext:

...aus dem Handelsblatt

Nachtrag 11.10.2011:

Es war auch schon in der Tagesschau(.de) als Illu zur Razzia bei der No Name Crew. Im Spiegel(.de) symbolisierte es einen Angriff auf Smartphones. Bei N24 war’s ein Nasdaq-Crack. Der Stadtanzeiger nahm das dpa-Foto in eine Klickstrecke zum „Jahr der Hacker“ auf. Als der BR das Thema Identitätsklau bebildern musste, war ihm das Bild ebenso willkommen wie der HAZ bei einem Angriff auf Google.

Aufgenommen hat das Universalbild übrigens ein dpa-Mitarbeiter auf dem Chaos Communication Congress 2010. Von allen Fotos dieses Termins ist es das untypischste. Denn ganz ehrlich: Wenn man zum Hacken unbedingt ein Oszilloskop bräuchte, gäbe es entweder viel weniger Hacker – oder viel mehr Oszilloskope auf der Welt.

Bullshit Bingo mit dem DFJV

Die Zeit rennt. Fünf Jahre ist es schon wieder her, dass der Pseudo-Berufsverband „Deutscher Fachjournalisten-Verband e.V.“ platt gemacht und durch eine straff geführte Aktiengesellschaft ersetzt wurde. Aus Anlass dieses Bonsai-Jubiläums haben die Gremien besagter Firma, der DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG, kürzlich eine „Gemeinsame Erklärung“ veröffentlicht – ein Blendwerk, das nicht unkommentiert bleiben sollte, mit dem amüsanten Titel…

„Rechtsform, Strukturen und Prozesse der DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG“

Im Vorwort heißt es:

„Die Ausrichtung der Organisation auf die Erbringung von Dienstleistungen für inzwischen mehr als 11.000 Fachjournalisten und die Trennung von Aufsicht und berufspolitischer Außenvertretung durch das Präsidium haben insgesamt einen Verband geschaffen, der auch künftig seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen wird.“

Was heißt „Trennung von Aufsicht und berufspolitischer Außenvertretung“ auf Klardeutsch? Es heißt, dass Journalisten, die sich als Kunden dieses Ladens eine berufspolitische Vertretung erhoffen, bei der Unternehmensführung nichts mitzureden haben. „Bullshit Bingo mit dem DFJV“ weiterlesen

Falschbuchung bei der Süddeutschen

Eine gute Zeitung ist klar strukturiert. Sie besteht aus mehreren „Büchern“, so der Fachausdruck: Man kann den Politik-, Kultur-, Wirtschafts-, Sport- und Lokalteil mit einem Griff herausnehmen. Der Mann zieht sich mit dem Sportteil aufs  Örtchen zurück, während seine Frau die politischen Seiten liest.

Bislang konnte man sich, wenn nicht gerade Streik war, auch bei der Süddeutschen Zeitung auf diese Ordnung verlassen. Heute morgen war das anders: Wo sonst die Wirtschaft beginnt, also auf der ersten Seite des dritten Buchs, sprang den Lesern ein ganzseitiges Inserat von Microsoft ins Auge. Hatte die SZ die Aufmacherseite an den Werbekunden verscherbelt? Im Ergebnis ja, „Falschbuchung bei der Süddeutschen“ weiterlesen

Fachjournalistin Koch-Mehrin

Die böse Panorama-Redaktion hat etwas gegen die sympathische fotogene FDP-Frau Dr. Silvana Koch-Mehrin. Die Dame  habe in Brüssel…

„Zwei Jahre lang Ausschusssitzungen geschwänzt“

…klagt die NDR-Sendung. Aber vielleicht hatte die Gescholtene just zu den Sitzungszeiten immer Redaktionsschluss. Jedenfalls stand sie anno 2009 im „Mitglieder“-Verzeichnis der DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG als Fachjournalistin der Fachrichtung Politik. Die DFJV AG ist nicht das, was man sich gemeinhin unter einem Journalistenverband vorstellt, sondern eine Aktiengesellschaft. Aber einen Presseausweis bekommt man da auch, als Kundin.

Fachjournalistin ist sie (oder war sie) auch

Google: Für alles die passende Anzeige.

...oder auch nicht. Wie man's nimmt und "passend" definiert. 😉