Xing-Profil war gesperrt

Wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie auf das nebenstehende Xing-Logo klicken und nichts von mir sehen: Ein übereifriger Mitarbeiter hat hatte mein Profil gesperrt, NACHDEM ich es gewagt hatte, unter dem Profilpunkt „Interessen“ folgende Kritik zu üben:

“Interessen: Verrate ich nicht mehr, damit sich nicht irgendjemand zum Spammen aufgefordert fühlt. Ich warne jeden, hier etwas hineinzuschreiben, solange Xing nicht die Option anbietet, diesen Punkt den Blicken von Nicht-Kontakten zu entziehen. Offiziell ist es zwar nicht erlaubt, wildfremde Mitglieder anzuspammen, allerdings legt die Support-Abteilung von Xing, freundlich gesagt, keine Maßstäbe an, die ich mit viel gutem Willen noch als halbwegs streng bezeichnen würde.”

Hat er es gesperrt, WEIL ich Kritik geübt habe?

Offiziell ist das die Erklärung:

Ich bin jetzt mal gespannt, was die Pressestelle von Xing zum Verhalten dieses Kundenbindungsprofis sagt.

Nachtrag 16 Uhr 05:

Vorhin ruft der Pressesprecher zurück. Der Account werde wieder entsperrt, verspricht er. Aber es sei nun mal ein Verstoß gegen die Regeln, unter „Interessen“ etwas anderes anderes als seine Interessen hinzuschreiben. Es bleibe mir natürlich unbenommen, Xing zu kritisieren, aber bitte nicht an der Stelle. Dummerweise finde ich in den Regeln nur das Verbot, Verleumderisches zu veröffentlichen.

Laut § 187 StGB ist ein Verleumder jemand, der

„wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist“.

Also: Es muss sich um eine Tatsachenbehauptung handeln, nicht um eine Meinungsäußerung. Dazu muss sie auch noch unwahr sein.

Eine Tatsache – und zwar eine wahre – ist, dass ich meine Interessen nicht mehr ins Feld „Interessen“ hineinschreibe. Dass die Support-Abteilung von Xing keine strengen Maßstäbe anlegt, ja beim besten Willen nicht!, ist meine Meinung. Und vermutlich nicht nur meine.

Nun gut, ich habe ein Interesse daran, dass Xing es Spammern schwer macht und den Punkt „Interessen“ mit einem Schloss versieht, das nur bestätigte „Kontakte“ öffnen können. Das darf man ja wohl noch schreiben, gell?

Nachtrag 13.11.2010: Darf man nicht.

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Eine Antwort auf „Xing-Profil war gesperrt“

  1. Nun, das ist der Nachteil geschlossener Systeme.

    Als ich seinerzeit meine Forenbesucher bei Compuserve davon informierte, daß das Fotografen-Forum geschlossen wird und sie sich daher noch schnell alles sichern sollten, das sie interessiert, hat ein Hotliner umgehend a) das Fotografen-Forum b) meinen Account gesperrt.

    Damit kam ich auch an einige wichtige Dinge, unter anderem einen Beitrag eines Autoren für PC-ONLiNE, nicht mehr heran.

    Das Forum blieb gesperrt, den Account öffnete man nach 3 Tagen wieder, suspendierte aber den Mitarbeiter.

    Damit mir das nicht wieder passiert, und dann final, habe ich mir dann eine eigene Domain beschafft – wie wir inzwischen wissen, war das eine noch schlechtere Lösung.

    Zu den Interessen bei XING: Dein Eintrag hat in den Statusberichten ein ziemliches Gestammel angezeigt, weil die einzelne Begriffe erwarten, nicht ganze Sätze. Er war von wenig Wert. Und Proteste mag XING nicht besonders.

    Ich habe einen ganz normalen Interessen-Eintrag und keine Spam-Probleme. Klar kommt öfter mal was, aber nicht in problematischen Mengen. Wichtiger finde ich, den XING-Eintrag für Nichtmitglieder zu sperren. Und zwar auch, wenn man selbst keine Angst vor Stalkern hat. Bei Telepolis hatte ich ja in XING nach neuen Autoren gesucht. Auf eigene Kosten, mit meinem privaten, selbstbezahlten XING-Account. Der Stalker ermittelte dann alle Kontakte in XING, die auch Telepolis-Autoren waren, indem er deren Profile besuchte, und behauptete im Telepolis-Forum, ich würde Ghostwriter suchen, weil ich selber gar nicht schreiben könnte, und fing dann an, auch diese Autoren zu belästigen und im Telepolis-Forum zu verleumden.

    Da letzteres erst nach meiner Zeit bei Heise geschah, konnte ich die Verleumdungen auch nicht mehr löschen (was man bei Heise ohnehin nicht tun soll, dort ist man ja liberal und das Forum dient den Trollen ganz gewollt dazu, die Mitarbeiter und Autoren beschimpfen zu dürfen, denn sowas bringt viele Troll-Hits und damit Geld), was mir sehr leid tat für meine ehemaligen Autoren. Mein Chef sagte dazu nur, als Angestellter bei einem renommierten Verlag dürfe man keine eigenen Webseiten, Domains oder eben auch Profile im Netz haben. Also als Online-Redakteur bei einem „Magazin der Netzkultur“ darf man selbst kein „Netizien“ sein. Sonst hat man ja am Ende noch Ahnung davon, wenn man über Blogs schreibt, und das geht natürlich gar nicht.

    Das sind dann aber Dinge, die muß der User machen, XING hat die Einstellmöglichkeiten, und gegen Verrückte kann man ansonsten wenig tun.

    Wiederholten Spam bei XING würde ich melden, und komische Hotliner gibt es überall. Ich habe z.B. momentan das Problem, daß jemand bei Ebay was von mir gekauft hat, aber seine Adresse nicht stimmt oder die Post zu blöd ist, sodaß das Paket nicht ausgeliefert werden kann, obwohl ich direkt aus Ebay die Versandabwicklung genutzt habe und also Tippfehler meinerseits ausgeschlossen sind.

    Der will nun Geld und Porto zurück, ich sehe aber nicht ein, daß es meine Schuld ist, wenn die Adresse nicht funktioniert. (Das Porto ist in dem Fall fast mehr als der Warenwert). Er hat angeblich mit Ebay Kontakt und die sagen, er habe Recht. Und ich? Kann nur über Kontaktformulare mit vorgegebenen Betreffzeilen („Wie berechne ich die Versandkosten?“) mit Ebay Kontakt aufnehmen – einen frei formulierten Betreff gestattet Ebay nicht mehr! Uund bekomme auf meine mühselig eingetippte Schilderungd es Problems eine ausführliche Baustein-Antwort auf die vorgeschriebene Betreff-Zeile „Wie berechne ich die Versandkosten?“. Den Inhalt meiner Anfrage liest keine Sau bei Ebay, man darf nur noch die vorgegebenen Standard-Fragen stellen, auf die es dann eben Standard-Antworten gibt.

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