Keine große Erleuchtung

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) tut viel für den Umweltschutz, aber in manchen Dingen sind ihre Mitarbeiter nicht vor blindem Eifer gefeit. Kürzlich verschickte sie eine Pressemitteilung mit der Headline…

„Handelsketten untergraben EU-Verordnung zum Glühlampenausstieg“

Der Skandal: In  diversen Bau-, Verbraucher- und Drogeriemärkten hatten von der DUH beauftragte Denunzianten Testkäufer matte Glühlampen mit mehr als 60 Watt und sogar 100-Watt-Exemplare entdeckt. Dass diese Lampen schon am Lager gewesen seien und nur noch abverkauft würden – das wäre legal – will die DUH den Händlern nicht abkaufen.

Was aber, wenn die Existenz solcher Altbestände die Folge dessen wäre, dass schlichtweg die Nachfrage nach solchen ungemütlich hellen Leuchtmitteln gesunken ist? Wer kauft denn ohne triftigen Grund eine 100-Watt-Birne? „Keine große Erleuchtung“ weiterlesen

Marktforscher müssen nicht nerven

Wer einem Marktforscher Fragen beantwortet, hilft diesem (zumeist kostenlos), seinen Auftrag zu erledigen und seinen Lebenunterhalt zu verdienen.

Ein wenig Respekt darf man also von diesen Leuten erwarten. Respekt, der sich darin äußert, dass man sagt, wer angerufen hat, und nicht nur still eine Nummer im Telefonspeicher hinterlässt.

Dies habe ich gerade im Zuge meines kostenlosen Dienstleistungsprogramms „Unternehmensberatung aus Zielgruppensicht“ einem laut Homepage „inhabergeführten“ Demoskopie-Betrieb aus Hamburg mitgeteilt.

Dessen computerassistiertes Personal (oder sein personalassistierter Computer?) hatte nämlich auf meinem Telefon eine Rufnummer hinterlassen „Marktforscher müssen nicht nerven“ weiterlesen

Xing-Nachlese

Im Freien-Blog des DJV ist ein Interview mit mir erschienen zum Thema „Meinungsfreiheit in sozialen Netzen“. Unter anderem wurde ich gefragt, warum ich bei Xing bleiben will und was ich von Facebook halte.

Übrigens noch vielen Dank an den Kollegen Jörg-Olaf Schäfers.

Altpapier vom Murmeltier

Stellen Sie sich vor, Sie treten aus der Tür und finden in der Zeitungsrolle… die Süddeutsche von gestern. Nicht weil Sie gestern vergessen hatten, sie rauszunehmen, sondern weil der Verlag Ihnen zum zweiten Mal das gleiche Blatt geliefert hat. So ist es heute morgen den Kauferingern passiert.

Eigentlich ist doch Murmeltier-Tag erst wieder im Frühjahr?

Google Street Fog

Googles Münchner Büro residiert nahe dem Marienplatz im Alten Hof, einem historischen Gebäude, über der Manufactum-Filiale.

Wer das Haus sehen will, darf es nicht in Streetview suchen, sondern muss die Website des Edel-Kaufhauses ansteuern. Wer die Vernebelungsaktion ausgerechnet für dieses Haus veranlasst hat, war heute morgen noch unklar. Jedenfalls gibt es jetzt Selbsthilfegruppen von Betroffenen, die gerne sichtbar wären. Eines der Opfer beherrscht die Klaviatur der digitalen Gegenwehr schon mal sehr gut: Kommunikationsberater Björn Eichstädt.

Mich brauchen Sie übrigens in Street View nicht zu suchen: Bei uns Landeiern ist der Kamerawagen nie gewesen.