Mordaufruf im Spamfilter

Jeden Tag schaufelt meine fleißige Antispam-Biene ganz viel Kommentarspam in ihren Honigtopf.

Heute fand ich darin etwas nicht Alltägliches – einen wahrhaft teuflischen Mordaufruf, hinter dem offenbar eine sich für christlich haltende Sekte gewaltbereiter Verschwörungstheoretiker steht. Um die Menschheit oder die Menschlichkeit zu retten, soll man die Kinder reicher Leute ermorden. Wenn man diesen angeblich von Journalisten verfassten Erguss liest, findet man fast noch die alten Stalinisten human.

„Forbidden News: We work for major news companies but our boss is preventing us from publishing this information on Tv. They are high ranking luciferians from the devil worshipers cult illuminati also known as the Bilderberg Group. „Mordaufruf im Spamfilter“ weiterlesen

Von Vorstandswahlen, Bussen, Putschisten und der Demokratie

Der Bayerische Journalisten-Verband ist ein Verein, der nicht viel Routine darin hat, Führungspersonal zu wählen. „Wählen“ im Gegensatz zu „wiederwählen“. Wenn die CDU ein Kanzler(innen)wahlverein ist, sind wir ein notorischer Wiederwahlverein. Abgesehen vom Schönhuber Franz unseligen Angedenkens hatte der Job eines 1. Vorsitzenden immer etwas Helmutkohlhaftes. Der gute alte Ernstl Müller-Meiningen „junior“ hat es so lange gemacht, dass sich keiner daran erinnert, wer vor ihm war (1951 bis 1971). Nach dem Ich-war-dabei-Schönhuber amtierte der legendäre Erich Geiersberger 15 Jahre (1977 bis 1992), Wolfgang Stöckel hat demnächst die 21 Jahre voll (wenn man ein Anfangsjahr als co-kommissarischer Chef mitzählt, sonst wäre er mit MM jr. zeitlich pari). Jetzt geht Stöckel aufs Altenteil und ergo die Aufregung los. Insgesamt zehn Posten stehen zur Wahl an.

Es könnte Kampfkandidaturen geben, wird geraunt. Kampfkandidaturen gegen Amtsinhaber gehören aber nicht zu unserer Tradition, „Von Vorstandswahlen, Bussen, Putschisten und der Demokratie“ weiterlesen

Obama nennt Terrorakt „Terrorakt“

Unglaublich: US-Präsident bei treffender Wortwahl ertappt!

Oder was will uns diese Schlagzeile sagen?

Gänsefüße

Print ist manchmal doch besser:

KeinGänsefuß

Be first, but first be right

Es war die Situation, die jeder Passagier vom Hörensagen und Zeigenlassen kennt, sich aber nicht wirklich vorstellen kann: Man verlässt das Flugzeug über Notrutschen und plumpst an deren Ende ins Meer.

Dies geschah in Bali. Laut verschiedenen fast gleichlautenden Berichten war die neue Boeing übers Ende der Landebahn hinausgeschossen und im seichten Wasser liegengeblieben, wobei ein Teil der Kabine abbrach. Kein Absturz, keine Notlandung, auch keine Notwasserung wie in dem Szenario, auf uns das die Flugbegleiter vor dem Start immer vorbereiten.  Und schon gar kein Absturz.

So kam dies heute via Handyticker von der SZ bei mir an:

„Vor der indonesischen Ferieninsel Bali ist es zu einer dramatischen Bruchlandung gekommen. Ein Flugzeug mit mehr als 100 Passagieren an Bord ist kurz vor der Landebahn ins Meer gestürzt. Alle Insassen der Maschine konnten gerettet werden – unter ihnen sollen sich auch zwei Ausländer befunden haben.

Auf der indonesischen Insel Bali ist ein Flugzeug mit mehr als 100 Passagieren an Bord nur knapp einer Katastrophe entkommen. Bei einer dramatischen Bruchlandung schlug die Maschine der Billigfluglinie Lion Air kurz vor der Landebahn im Meer auf.“

Sagrotan hilft nicht gegen unsaubere Recherche

Der Wirtschaftsteil der Süddeutschen trumpft derzeit auf mit Fundstücken aus dem internationalen Zukauf „Offshore Leaks“; das Tagesgeschäft bekommt derweil wenig Aufmerksamkeit ab.

Heute fand ich wieder ein mit Halbwissen oder Halbwahrheiten garniertes Stück. Darin hieß es über den Calgon-Hersteller Benckiser und die Erben eines Gründers: „Sagrotan hilft nicht gegen unsaubere Recherche“ weiterlesen