DJV: Verbandstag gegEssen?

Ein Gerücht läuft um in Journalistenkreisen: Der diesjährige DJV-Bundesverbandstag – geplant für den 8. bis 10. November in Essen – könnte ins Wasser fallen. Sollte es so kommen, stecken wieder einmal die prozessfreudigen Kollegen eines Vereins dahinter, der seltsamerweise immer noch „DJV Landesverband Brandenburg“ heißt, obwohl die maßgeblichen Leute weder im Verdacht stehen, die Mark ernsthaft als ihren Lebensmittelpunkt zu betrachten, noch irgendwelche  Sympathien für den großen Rest des DJV zu hegen.

Dem Vernehmen nach haben sie eine Klage eingereicht, die in die Satzung des Bundes-DJV etwas hineininterpretieren soll, was so nie gemeint war und auch nirgendwo ausdrücklich steht – nämlich dass die Mitglieder einiger (nicht nur kleiner) Landesverbände gleichzeitig unmittelbare und womöglich sogar stimmberechtigte Mitglieder des Bundesverbandes seien. Eingeladen nach Essen sind nur, same procedure as very every year, die 260 Delegierten der Landesverbände (darunter halt auch ich) plus einige „geborene“ Delegierte, aber zum Beispiel nicht die rund 8000 Mitglieder des Landesverbandes NRW. Quasi stellvertretend für diese vermeintlich Entrechteten kämpfen nun die Rächer aus Postdam „DJV: Verbandstag gegEssen?“ weiterlesen

Winner-Mut

Dass die Kollegin Meike Winnemuth eine kluge Frau ist, war nicht neu. Dass sie es zuletzt nicht leicht hatte, einen ihren Fähigkeiten angemessenen Job zu bekommen, hat sie selbst publik gemacht.

Aber für das Geld, das sie – wie vorgestern im TV zu sehen war – bei Jauch abgeräumt hat, hätte sie viiiiele Kolumnen schreiben müssen. Neidisch? Nein. Ich gönn’s ihr. Herzlichen Glückwunsch!

Einfacher kommunizieren mit kleinem Weh

„PwC kommuniziert in Zukunft einfacher, klarer und kürzer und hat daher den Namen von PricewaterhouseCoopers in PwC geändert. Im Text mit großem ‚P‘ und großem ‚C‘ – nur im Logo sind alle Buchstaben kleingeschrieben.“

Stefan Bießenecker, PwC-Presseabteilung

Besser Online – Nachlese

Da mein Motto nicht lautet „es ist alles gesagt, aber noch nicht von mir“, mache ich’s kurz und beschränke mich auf eine Anmerkung zum Thema Leistungsschutzrecht für Verleger, das Hubert Burdas oberster Rechtsbeistand Professor Robert Schweizer auf dem DJV-Kongress Besser Online tapfer verteidigte. In einem Punkt zumindest hatte er Recht: Es stimmt, dass nicht nur Burda in Form von Web Traffic von Googles Dienstleistung profitiert, sondern auch umgekehrt, da Google nun mal auf nichts verlinken könnte, wenn da nichts wäre. Es war eine Binsenweisheit, an die zu erinnern man dem Mann zugestehen muss. Aber wehe, man wagt es, ihm spontan zu applaudieren. Dann zischt einen der Vordermann an: „So ein Unsinn.“ So viel von meiner Seite zum Thema Verlegerbashing.

Mehr dazu steht (unter anderem) in den Blogs von Christian Jakubetz, Inge Seibel, Christian Pfaffinger und Stefan Kaufmann.

Google: Das alte Bild der Erde („Besser Online“-Edition)

Gut, dass Daten wenigstens nicht verstauben. Viele der Luft- und Satellitenaufnahmen, mit denen Google ein Abbild der Erdkugel im 21. Jahrhundert bereitzustellen vorgibt, wären sonst schon unter einer dicken Flockenschicht und dichten Spinnweben verborgen.

So aber kommen die Bild scheinbar frisch daher, und nur der Ortskundige verdreht die Augen. Es schaut ja auch nicht jeder bei Google Earth links unten an den Bildrand, wo das vermeintliche Aufnahmedatum eingeblendet ist. Bei uns in der Gegend wurden rein zufällig alle Fotos am ersten Tag mit einer „2“ in der Jahreszahl geschossen: am 1. Januar 2000. Einem Tag, an dem alle Informatiker weltweit sich den Angstschweiß von der Stirn wischten: Sie hatten ihre Systeme noch rechtzeitig vor dem „Millennium Bug“ gerettet und den Untergang der digitalen Welt verhindert.

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