Leistungsschutzrecht? Gefällt wohl niemandem.

Meldung aus dem na-Presseportal

Vor genau einer Woche hat der Zeitungsverlegerverband zum Abschluss der Münchner Medientage Google wegen Äußerungen zum Leistungsschutzrecht attackiert – per Pressemitteilung, die auch über „news aktuell“ verbreitet wurde, eine Tochter der dpa.

Dort kann die Zielgruppe – Journalisten und andere Menschen, die aus beruflichen Gründen PR-Texte freiwillig lesen – inzwischen ihr Gefallen via Facebook bekunden. Wie man sieht, gab es in dieser Woche niemanden, der fand: „Gefällt mir.“

WAZ-Co-Boss: Rundfunkgebühr an Freie ausschütten

Kabarettistischer Vorschlag von WAZ-Geschäftsführer Christian Nienhaus: Alle, die journalistisch hochwertige Angebote online stellen, sollen etwas von der Rundfunkgebühr abbekommen. Dass er damit die Verlage, deutsche Verlage und nichts als Verlage meint, kann man ihm zwar unterstellen, gesagt hat er’s nicht. Darum deute ich ihn so, dass er Altruist ist und uns Freien etwas Gutes tun will. Nienhaus zu Ende gedacht heißt: Wir brauchen die Verlage nicht mehr und er macht Lobbyarbeit dafür, dass wir trotzdem Geld bekommen. DANKE!

Freischreiber: Jetzt wird’s ZEIT für Widerstand

Der Freienverein Freischreiber attackiert zu Recht die ziemlich dreisten Fullbuyout-Anmaßungen des ZEIT-Verlags. Aber manche Kollegen meinen sich in der Kommentarspalte über Grammatikschwächen des Juristen auslassen zu müssen. Mein Senf dazu: siehe Kommentar mit Zeitmarke 29 April, 2010 – 16:11.

Was will uns der eco-Verband sagen?

Gestern war Feiertag. Oder Gedenktag. Der Tag des Geistigen Eigentums. An so einem Tag erinnert man sich einer Sache, die in Vergessenheit zu geraten droht.

Aus diesem Anlass meldete sich per Presseinfo ein Verein zu Wort, der sich eco e.V. nennt, was mal als Abkürzung von "ecommerce" gedacht war. Heute ist es der selbst ernannte Verband der deutschen Internetwirtschaft, dessen Mitgliederliste nicht nur deshalb erstaunlich ist, weil in ihr noch (Stand: 27.4.2010) einheimische Branchenzombies wie Combots weiterleben, sondern weil sich der "deutschen" Internetwirtschaft neben bekannten IT- & Telekommunikationsfirmen und Verlagstöchtern auch allerlei Unternehmen mit Sitz in Amsterdam, Ankara, Athen, Belgrad, Brüssel, Budapest, Bukarest, Canberry (!), Chicago, Chisinau, Doha, Dublin, Genua, Graz, Hongkong, Isle of Man, Kiew, Krakau, Kuala Lumpur, Ljubljana, London, Mailand, Maribor, Moskau, Nicosia, Oslo, Paris, Palo Alto, Plovdiv, Riga, San Francisco, Seoul, Sofia, Stockholm, St. Petersburg, Taipeh, Tortola (British Virgin Islands), Warschau, Wien, Zürich und Zug zugehörig fühlen. So international wie der eco ist nicht mal die Bundesliga.

Der Vizechef von eco, Oliver Süme, seines Zeichens Fachanwalt für IT-Recht, ließ also gestern folgende kryptische Empörungsprosa verlauten:

"Die Rechteinhaber sollten sich nicht zu weiteren Repressalien gegen ihre eigenen Kunden hinreißen lassen. „Was will uns der eco-Verband sagen?“ weiterlesen

Nachtrag zum BJVreport: Mehr tun fürs Geld bei Metis

Der neue BJVreport ist draußen, mit einer Titelstory zur VG Wort, und schon muss ich etwas aktualisieren. Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, wie die Online-Texte für 2009 bewertet werden sollen. Ich hatte deshalb nur die Zahlen von 2008 nennen können.

Da 2009 viel mehr Meldungen eingingen als 2008 – bei der Sonderausschüttung rund doppelt so viele – geht der Betrag pro gemeldeten Text deutlich zurück. Auf der Verwaltungsratssitzung am 21. Mai und abschließend auf der Mitgliederversammlung am 22. Mai in Berlin stehen standen folgende Werte zur Diskussion: „Nachtrag zum BJVreport: Mehr tun fürs Geld bei Metis“ weiterlesen