Nur wenige Wochen hielten deutsche Internet-Provider mit ihren Flatrates durch. Dennoch haben Pauschaltarife Zukunft – in Breitbandnetzen großer Anbieter.

Nylis G. Renschler war immer ein Außenseiter auf dem deutschen Internet-Provider-Markt. Ende August bekam der Deutschamerikaner endlich große Publicity – als Pionier eines kaufmännischen Harakiri mittels Flatrate.
Der Gründer der Surf1 GmbH wurde das Opfer seiner eigenen Naivität – kalt erwischt von Power-Usern, die seine Pauschaltarife so ungeniert ausnutzten wie Las-Vegas-Touristen, die zum All-you-can-eat-Büffet einen Koffer voller Tupper-Dosen mitnehmen. Tag und Nacht blieb diese Klientel online. Mancher teilte seinen Zugang sogar vertragswidrig mit Freunden. Das konnte nicht gut gehen. Denn die Verbindung vom Kunden zum Provider läuft über das Netz der Telekom, die pro Minute bis zu zwei Pfennig kassiert. Bereits bei vier Stunden Surfen täglich zahlte Renschler drauf. Die Konsequenz: Ende August meldete Surf1 Konkurs an.
Nicht nur der Bitburger Pleitier hat sich verspekuliert. Nahezu alle bundesweit aktiven Flatrate-Anbieter sahen sich zur Notschlachtung ihrer Pauschalen gezwungen. „Flatrates: Platt gemacht“ weiterlesen





