In deutschen Labors arbeiten Forscher weltweit federführend an der Realisierung einer großen Vision: Maschinen verstehen Menschen – wo auch immer, wann auch immer. Tastaturen wollen sie ins Museum bringen, Bedienungsanleitungen überflüssig machen. Multimediale Butler im Westentaschenformat, die uns überall hin begleiten, sehen, hören und fühlen.
Alan Turing war seiner Zeit zwei Generationen voraus. Bevor es er zu Lande auch nur Fernsehen gab, erfand der britische Mathematiker bereits den Online-Chat. Und zwar einen mit intellektuellem Anspruch. Via Terminal befragt ein Mensch zwei Gesprächspartner. Einer von ihnen ist ein Computer. Kann der Interviewer aus den Antworten beim besten Willen nicht mehr herauslesen, wer sein humanoider Artgenosse ist und wer der kybernetische Organismus, ist nach Turing’scher Lehre die Ara der künstlichen Intelligenz angebrochen.
50 Jahre später könnten Laien glauben, die Informatiker seien ihrem Ziel, Maschinen die hohe Kunst der Konversation zu lehren, sehr nahe. Elektronische Schaltkreise hören uns zu, lesen uns ziemlich verständlich Texte vor, gewinnen sogar Schachturniere. Software-Robots und virtuelle Agenten im Internet drücken sich gewählter aus als der durchschnittliche Chat-Teilnehmer. „Die Zukunft der mobilen Welt“ weiterlesen

