Die Mehrzahl von Real, der brasilianischen Währung, heißt nicht Reales, wie ein des Spanischen, aber wohl nicht des Portugiesischen mächtiger Mitarbeiter schreibt. Auch nicht Realos. Sondern Reais.
Freimaurer und Juden neigen auch nicht, wie ein Feuilletonist unfreiwillig suggeriert, zu Masochismus. Darum werden sie nicht gern hinter Verschwörungen vermutet, sondern allenfalls von zu vielen Spinnern.
Ach ja: Der Infinitiv zu „es quillt“ ist nicht quillen, sondern quellen. Das Versandhaus hieß ja auch nicht Quille.
Die aktuelle Familienministerin Kristina Köhler lässt sich von seinem Unternehmen beraten.
Handelsblatt Online vom 13.11.2011 http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/carsten-maschmeyer-zwischen-promis-und-enttaeuschten-kleinanlegern;2730407
Aktuell? Wann? Was? Wie? Die vor Lütgert Reißaus nehmende Ministerin Köhler heißt seit elf Monaten Schröder. Und weder als Köhler noch als Schröder hat sie sich von AWD beraten lassen – sondern vonBert Rürup, Mitgründer der Maschmeyer Rürup AG. „Inaktuelle Ministerin“ weiterlesen
Afghanische Kinder laufen hier nach Ansicht der SZ-Redaktion mit einem Marder um die Wette. Das ist der Caption von Reuters-Fotograf Fabrizio Bensch freilich nicht zu entnehmen:
„Afghan children run beside a Marder armoured personnel carrier (APC) of the German Bundeswehr armed forces with the 2nd armored infantryman battalion 261 during a mission in Chahar Dara district in the outskirts of Kunduz, northern Afghanistan, December 16, 2010.“
REUTERS/Fabrizio Bensch
Wer genau hinschaut, bekommt seine Zweifel an der Bildzeile: Rennen die Jungs rückwärts? Es wäre schon seltsam, wenn der Schützenpanzer den Staub VOR sich aufwirbeln würde – und der gut sichtbare Soldat links der Bildmitte gegen die Fahrtrichtung schauen würde. Merke: Auch Kettenfahrzeuge haben (mindestens) einen Rückwärtsgang.
Also: Der Marder stößt gerade zurück, vielleicht bei einem Rangiermanöver; die Kinder laufen an ihm vorbei. Einen Wettlauf hätten sie eh nicht gewinnen können.
Im Web unter Pseudonym Kommentare abzugeben, ist ja gang und gäbe bei Leuten, deren Mitteilungsbedürfnis stärker ausgeprägt ist als die Bereitschaft, zu ihrer Meinung auch zu stehen.
Ausgerechnet die Online-Ausgabe der Süddeutschen fügt dem jetzt den völlig anonymen Kommentar hinzu – etwas, was technisch nur der eigenen Redaktion möglich ist.
Worum geht’s? Um die Nachfolge von Wolf-Dieter Ring als Chef der BLM. Der oder die Urheberin ist darin so begeistert von seiner/ihrer an sich vernünftigen Idee, jemanden mit der Kompetenz und dem Auftreten einer Frauke Ancker an die Spitze der Landesmedienanstalt zu wählen, dass er/sie vergisst, dass die Gute seit ein paar Monaten im Ruhestand ist. Nun gut, Ring wird demnächst 70, ist also knapp vier Jahre älter als Ancker, die übermorgen 66 wird. Doch ihm hatte man – ähnlich wie dem früheren VG-Wort-Chef Ferdinand Melichar – den Vertrag verlängert, nachdem er den Job schon eine halbe Ewigkeit gemacht hatte. Die langjährige, oft unbequeme Medienrätin Ancker würde, so sie es denn machen wollte, aus einer kaum vergleichbaren Position starten, und selbst wenn ihre Kontrahenten im Medienrat über ihre Schatten sprängen, wäre spätestens 2015 Schluss.
Ohne die „Anckerin“ fragen zu können (sie ist derzeit im Urlaub) wage ich die Behauptung, dass sie über die sympathische Schnapsidee der SZ-Kollegen herzhaft lachen würde.
…schon gar nicht die meistbesuchte der Welt, liebe Kollegen von der Süddeutschen. Und leider ist noch mehr schief auf der heutigen Aufmacherseite der Wirtschaft.
Richtig ist wohl: Die Website facebook.com/… hat inzwischen eine höhere Besucherfrequenz als Google.
„Site“ heißt nun mal nicht Seite, auch wenn es ähnlich klingt, sondern Standort oder Liegenschaft. Seite heißt „Page“. Den Unterschied kapieren viele digitale Immigranten unter den Journalisten leider auch nach 18 Jahren WWW noch nicht.
Auf der Webseite www.facebook.com, also der Homepage dieser Kommunikationsplattform, landen eigentlich nur Leute, die noch keinen Facebook-Account haben. Der normale Facebook-Nutzer geht gezielt zur eigenen Unter-Seite oder der eines Freundes. Bei Google dagegen steuern alle Nutzer tatsächlich zuerst eine einzige Seite an, nämlich die Homepage mit dem Suchfeld.
Willkommen in meiner Wortpresse. Ich muss Sie gemäß Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) warnen – nicht vor mir, sondern vor allem vor Google (s.u.), aber auch vor zwei Kleinigkeiten. Zuerst zu diesen: Ich setze auf diesen Seiten zwei Software-Komponenten (Wordpress-Plugins) ein, die Cookies setzen. Das eine kommt witzigerweise just von dem Plugin, das Sie gerade sehen, weil es Sie über Cookies informiert. Dieses Cookie dokumentiert die Tatsache, dass Sie den Cookie-Hinweis angezeigt bekommen haben; es hat eine Lebensdauer von nur einer Stunde, weniger kann ich nicht einstellen.
Diesen Aufwand muss ich aufgrund der DSGVO leider treiben, denn ich setze harmlose Session-Cookies ein, die es der Verwertungsgesesellschaft Wort erlauben, die Zugriffe auf Texte zu zählen; wenn genügend unterschiedliche Personen dieselbe Seite lesen, bekomme ich von der VG Wort Tantiemen. Das macht mich nicht reich, aber warum sollte ich auf Geld verzichten, das mir von Gesetz wegen zusteht?
Und was passiert da genau? Also: Session-Cookies sind kleine Informationseinheiten, die vollautomatisch im Arbeitsspeicher Ihres Computers abgelegt werden. Sie enthalten eine zufällig erzeugte eindeutige Identifikationsnummer, eine sogenannte Session-ID. Wie alle Cookies enthalten sie Angaben zu ihrer Herkunft und Speicherfrist. Session-Cookies können keine anderen Daten speichern.
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Das größere Problem sind Google und Wordpress, also das Redaktionssystem für Blogs, mit dem ich diese Seiten baue. Entgegen einigen Veröffentlichungen holt sich Wordpress immer noch Schriften ("Fonts") von Google, und höchstwahrscheinlich landen deshalb immer noch IP-Adressen von Besuchern bei Google.
Falls Sie also zu den Wenigen gehören sollten, die Google aus Prinzip boykottieren, wäre das eine schlechte Nachricht für Sie. In dem Fall rate ich Ihnen, nicht weiterzulesen und Ihren Cache, Ihren Browserverlauf und das Cookie fonts.googleapis.com sofort zu löschen.
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