Wehe, wenn die Kommentatoren losgelassen

„So mancher Leserkommentar lässt eher einen Rückschritt weit vor das Zeitalter der Aufklärung befürchten, und erste Blogger schließen aus diesem Grund sogar die Kommentarfunktion.“

Christoph Kappes in seinem Blog-Essay „Blogkultur als Antwort auf die Komplexität der Gesellschaft und die Krise ihrer Institutionen“ 

Weit vor das Zeitalter der Aufklärung… Jawohl, sehr weit. Bei manchem, was man als Urheber heute in Foren (etwa bei Heise) von Kim Schmitz.com-Fans um die Ohren bekommt, fühlt man sich in vorzivilisatorische Epochen zurückversetzt. Die Leute glauben einen moralischen Anspruch darauf zu haben, alles umsonst zu bekommen, und wenn sie es nicht kriegen, ein Recht auf Selbstjustiz. Lauter verbale Egoshooter. Ich würde die gern mal heimlich im Berufsleben beobachten…

Schadenfreude nach Havarie

Lesenswerter Beitrag von Thomas Elbel bei Carta zum Urheberrecht – vor dem Hintergrund des Wahldebakels der piratistischen Partei in Niedersachsen.

Neue Google-Gema-Tafel

Hier zu sehen, bei der Audiologin.

Eine Autorin wehrt sich…

…und bekommt viel Zuspruch. Der Tagesspiegel publizierte eine Polemik der jungen Schriftstellerin Vea Kaiser über E-Book-Piraten. In der Kommentarspalte versprüht ein impertinenter Kotzbrocken mit dem kruden Pseudonym „Sarabuchkante“ zwar Gift und Galle, bekommt aber heftig Kontra für seine (ihre?) dümmlichen Tiraden. Das macht Hoffnung: Die Schmarotzer sind wohl doch klar in der Minderheit.

Information will frei sein, aber nicht gratis

Heute drüber gestolpert, Quelle leider weggeclickt:

Der alte Slogan „Information wants to be free“ wird immer in einer aus dem Zusammenhang gerissenen Form zitiert. Was immer fehlt:

Information wants to be expensive.

 

Diesen Satz kann ich nur bestätigen.