Zu den Aufgaben von uns Wirtschaftsjournalisten gehört es, Zahlen in richtige Relationen zu setzen. Diese Einordnung ist besonders wichtig, wenn es um Zahlen geht, die aus Sicht von Laien sehr groß sind, aus Sicht von Unternehmern oder Politikern aber keineswegs. Berühmtes Beispiel: In den Neunzigerjahren waren 50 Millionen Mark für Zeitungsleser viel, für Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper Peanuts.
In der Süddeutschen Zeitung von heute (Print, Doppelseite im Wirtschaftsteil über elektrisches Licht) ist von 50 Millionen Euro die Rede, also Peanuts mal zwo. Diese Summe investiert Osram – wie auf einer Doppelseite im Wirtschaftsteil zu lesen – innerhalb von drei Jahren „allein“ in die Regensburger Fabrik für Dioden-Leuchtmittel (LED und OLED). Pro Jahr sind das also 16 oder 17 Millionen. Solche Beträge in ein wichtiges Werk zu stecken, ist aber nichts Ungewöhnliches „Verrückte Proportionen“ weiterlesen




