Eine gute Zeitung ist klar strukturiert. Sie besteht aus mehreren „Büchern“, so der Fachausdruck: Man kann den Politik-, Kultur-, Wirtschafts-, Sport- und Lokalteil mit einem Griff herausnehmen. Der Mann zieht sich mit dem Sportteil aufs Örtchen zurück, während seine Frau die politischen Seiten liest.
Bislang konnte man sich, wenn nicht gerade Streik war, auch bei der Süddeutschen Zeitung auf diese Ordnung verlassen. Heute morgen war das anders: Wo sonst die Wirtschaft beginnt, also auf der ersten Seite des dritten Buchs, sprang den Lesern ein ganzseitiges Inserat von Microsoft ins Auge. Hatte die SZ die Aufmacherseite an den Werbekunden verscherbelt? Im Ergebnis ja, „Falschbuchung bei der Süddeutschen“ weiterlesen





