Aboverlängerung wider Willen

Wie reagiert die SZ, wenn jemand das Abo mit der Begründung kündigt, ihn störe die Klage der Verleger gegen die Tagesschau-App? So.

Text-Bild-Schere

Aus der SZ von heute, Bayern-Teil:

Bei dem Bildtext fällt mir echt nix mehr ein. Übrigens: Im ganzen Bericht kommt überhaupt kein Computer vor.

Macht Facebook denn die bessere Zeitung?

„Der eigentliche Gegner sind nicht die Tarifpartner, sondern Google, Facebook und Co.“

Stephan Bourauel, Geschäftsführer des Verbands Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV), im Handelsblatt

Kompetenzroulette am Newsdesk

Nehmen wir an, beim externen IT-Dienstleister eines Einzelhandelskonzerns ist virtuell eingebrochen worden. Welchem Redakteur  drückt die Redaktionskonferenz der Newsdesk-Manager das Thema aufs Auge? Na klar, dem Handelsspezialisten, der hat doch Kontakt zu Rewe-Managern. Dann kommt Content dieser Qualitätsstufe heraus:

„Nach Einschätzung von Fachleuten lassen sich aber auch E-Mail-Adressen von Kunden zu Geld machen. Denn sie würden häufig für den Versand von unverlangt zugestellten Mails verwendet. Dahinter steht die Erfahrung, dass persönlich adressierte elektronische Post eher geöffnet wird als eine anonyme Rundmail.“

Süddeutsche Zeitung, 19. Juli 2011, Seite 1

Was der Autor vermutlich versucht hat zu sagen: Die abgegriffenen Adressen könnten von Spammern als Absender missbraucht werden. „Kompetenzroulette am Newsdesk“ weiterlesen

SZ: Keine Weltpresse?

Der Norddeutschland-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung sollte sich besser nicht um den Nannen-Preis bewerben. Ihm ist es gelungen, im Ton des Dabeigewesenen von einem Termin zu reportieren, bei dem offenbar nur subalterne Kollegen zugegen waren:

„Die Weltpresse interessiert das freilich nicht mehr. Die Lokalzeitung, das Lokalradio und der Praktikat der taz sind da.“

„Vergessen ist ansteckend“, Die Seite Drei, 18. Juli 2011

Bleibt die Frage, ob der Kollege an dem Thema desinteressiert war, über das er schreiben musste, oder ob die SZ kein Teil der Weltpresse mehr ist.