SZ mit Verkleinerungslupe

Geniale Innovation bei sueddeutsche.de: Man klickt auf die Lupe und kann sich das Bild in klein ansehen. Chapeau!

Verkleinerungsglas

Krauts und Krauter

Wolfgang Blau mag für die Briten einer von diesen „Krauts“ sein, und wir freien Journalisten sind für manchen arroganten Gehaltsempfänger vielleicht auch Krauter. Die Twitter-Assoziationsmaschine fasst das wie folgt zusammen:

Krauts

Der pressw0rds-Kolibri schlägt wieder mit den Flügeln

Als ich die brandeins-Story „Kurzschluss“ über die obskure Batteriefirma DBM Energy recherchierte, war eine der zu beobachtenden Quellen ein anonym geführtes Blog namens pressw0rds. Von dort erhalte ich nach wie vor eine E-Mail, wenn ein neue Beitrag gepostet wird.

Gestern kamen zwei Nachrichten:

1.     Kolibri Akku und Raywaver

Die Firma Raywaver International bietet den Kolibri Akku in Kombination mit Ihrer Raywaver Vertikal-Kleinwindkraftanlage an (deutsch /english)…

Demnach wäre der rätselhafte Akku aus dem abgefackelten Audi A2 electric jetzt als Zubehör eines alternativen Energieprodukts lieferbar. Raywaver sagte mir nichts, aber ich schaute auf der Website nach – und entdeckte nichts zu dem Akku. Google meldet eine im Januar 2013 erstellte PDF als einzigen Treffer für die Kombination Kolibri und Raywaver. Das Dokument findet sich bei einem deutschen Unternehmer namens Dieter Müller, dessen spanische Firma mit kleinen deutschen Beteiligungsgesellschaften verbandelt ist, die auch keiner kennt, die auch schon lange keine Bilanzen mehr an den elektronischen Bundesanzeiger geschickt haben und zuletzt offenbar von einem Berliner Rechtsanwalt treuhänderisch geführt wurden.  „Der pressw0rds-Kolibri schlägt wieder mit den Flügeln“ weiterlesen

SpOn mag keinen scharfen Senf

Ein Troll namens Infoalex schrieb bei Spiegel Online folgende Unsinnspolemik zu Sascha Lobos Kolumne über seinen Überwachungsekel – nämlich dass deutscher Datenschutz quasi tödlich sei:

Was würde an dieser Stelle stehen…

…wenn statt der Erkenntnisse von Snowden ein Terroranschlag in Deutschland stattgefunden hätte, analog Madrid oder London. Was würde Herr Lobo dann schreiben? In etwa so etwas, wie zB „Wie für die Kanzlerin scheint auch für die Sicherheitsbehörden das Internet #Neuland zu sein…“?
Wir müssen uns in der Gesellsvhaft die Frage stellen, wieviele Opfer wir in Kauf nehmen wollen, um unsere Vorstellungen vom Datenschutz umzusetzen. Wieviele Tote Bürger können wir hinnehmen, nur um unsere Individualität – oder ketzerisch Egoismus – leben zu können?
*hb

Damit verleitete er mich zu der Replik:

Lassen Sie sich doch in Schutzhaft nehmen

Wieviele Tote Bürger können wir hinnehmen, nur um unsere Individualität – oder ketzerisch Egoismus – leben zu können?

Sie haben nichts begriffen. Traurig. Leute wie Sie gehören ins Gefängnis – nicht böse gemeint: Da sind Sie wirklich am sichersten. Und Freiheit bedeutet Ihnen ja nichts. Sie werden ein braver Knacki sein, der seinen Wärtern täglich für die Schutzhaft dankt, und kein Freiheitskämpfer.

Ist der Klotz zu grob für den Keil? Die SpOn-Kommentarwächter finden: Ja. Sie haben meinen Senf nicht freigeschaltet. Auch nicht, als ich hintersetzte:

Liebe Redaktion, ich wusste nicht, dass Ironie und Sarkasmus bei Ihnen weniger gelitten sind als dumme Polemik. So haben Sie meinen bissigen Kommentar zu infoalex‘ völlig substanzlosem Totschlagargument nicht freigeschaltet. Vielleicht überlegen Sie es sich noch mal. Es geht hier schließlich auch um Themen wie Wortfilter und freie Meinungsäußerung. Hier Versuch zwei: (folgte obiger Kommentar)

Die Idee eines anderen Leser, sogar 82 Millionen Bürger einzusperren, fand hingegen Gnade. Es gibt folglich Begriffe, die im Wortfilter der Spiegel-Kollegen hängenbleiben. Wer hat eine Idee, welche das sind?

Sind Blogger käuflich?

Nein, ich interessiere mich nicht für Kooperationen mit Unternehmen, jedenfalls nicht in dem Sinn, in dem es hier gemeint ist. (Natürlich sind Verlage auch Unternehmen, und Firmen, die Kundenzeitschriften herausgeben, sowieso. Aber die unten stehende Grafik kann man nur so verstehen, dass Blogger gerne bereit seien, sich vor einen Werbekarren spannen zu lassen.)

Nicht einmal jeder elfte Blogger legt Wert auf Unabhängigkeit? „Sind Blogger käuflich?“ weiterlesen