Unified Messaging: Immer und überall auf Draht

E-Mail aufs Telefon, Fax auf den PC, SMS als Fax – Unified Messaging Service macht’s möglich. Die besten Anbieter, die Funktionen, die Preise.

 

Der Begriff ist ein Monstrum: Unified Messaging Service (UMS). Wörtlich übersetzt bedeutet er: vereinigte Benachrichtigungsdienste. Geprägt hat ihn ausgerechnet ein deutscher USA-Auswanderer, der ehemalige Ostberliner Rap-Musiker Jens Müller. Heute begeistert die UMS-Technik weltweit die Multimediageneration: Telefongespräch, Fax, E-Mail, SMS-Nachricht – alles ist untereinander kompatibel.

Der Clou für die Nutzer: Wer sich bei einem UMS-Dienst angemeldet hat, ist von Paderborn bis Punta Cana von allen üblichen Kommunikationsgeräten aus erreichbar. Um Nachrichten zu erhalten, reichen ein Handy, ein Faxgerät im Hotel oder ein Computer in einem Internet-Cafe aus. Die UMS-Anbieter leiten zum Beispiel E-Mails auf jedes beliebige Faxgerät weiter oder lesen sie mithilfe eines Sprachroboters am Telefon vor. Sie schicken eine SMS-Botschaft auf das Handy-Display des Kunden, um ein Fax anzukündigen. Und bei Bedarf verwandeln sie Nachrichten auf dem Anrufbeantworter in Sound-Dateien, hängen sie an eine E-Mail und senden sie rund um die Welt. Dann können die Nutzer ihre Voicemails jederzeit und überall mit einem Mausklick über die Sound-Karte eines PC abhören.

UMS kann aber auch für die totale Ruhe sorgen: Wer nicht erreichbar sein will, lässt E-Mails automatisch beantworten oder direkt löschen, was von ungeliebten Absendern kommt. „Unified Messaging: Immer und überall auf Draht“ weiterlesen

Porträt: Netter Haifisch

John Thomas Chambers ist der gierigste Verkäufer der New Economy – und der netteste Prophet des Internet-Zeitalters. Sein Unternehmen Cisco Systems zählt zu den wertvollsten der Welt.

 

Wie der Premierminister von Russland heißt? Solche Namen merkt sich John Thomas Chambers erst gar nicht – die Personalfluktuation im Kreml ist viel zu groß. Al Gore? Das sei ein wichtiger Mann, Vizepräsident der USA, demnächst womöglich Präsident. Zwar in der falschen Partei, aber ein Freund des Internets. Damals, Anfang 1998, außerdem politischer Türöffner in Russland. Solche Leute zählen für den Manager Chambers. Schließlich verfolgt er ein ehrgeiziges Ziel: Im Global Networked Business des 21. Jahrhunderts soll seine Firma Cisco Systems ganz oben stehen.

In gewisser Weise tut sie das bereits. Ohne die Produkte von Cisco, die Aberbillionen von Datenpäckchen sicher durch das weltumspannende Kabelgewirr der digitalen Netze manövrieren, wäre das Internet schon vor Jahren in sich zusammengebrochen. „Porträt: Netter Haifisch“ weiterlesen

Hot Wheels fürs Web

Durchs Internet heizen macht Spaß – wenn die Software stimmt. Die besten Profitricks, mit denen Sie Ihren Browser schnell, multimedial und sicher machen.

 

Surfer kennen das Problem: Das Web-Video angeklickt: Ruckelbilder. Die Musikdatei gestartet: Fehlermeldung. Eine Spaßseite aufgerufen: Totalabsturz. Software heruntergeladen: vom Virus infiziert. Vor allem seit der „I love you“-Virus die halbe Computerwelt lahm gelegt hat, ist klar: Netz-Know-how ist auch für Laien unabdingbar, wollen sie sicher und schnell durchs Internet reisen.

Wer sich mit seinem PC ein wenig auskennt, kann sich das nötige Wissen ohne weiteres selbst aneignen. Um zu surfen wie ein Profi, bedarf es eines zeitgemäß ausgestatteten Computers und eines Telefonanschlusses. Die nötige Software gibt es teils gratis im Web: ein Füllhorn von Programmen, mit denen sich der Netscape Navigator oder Internet Explorer, die gebräuchlichsten PC-Browser, ohne großen Aufwand zu multimedialen und gut geschützten Höllenmaschinen aufmotzen lassen.

BIZZ hat die beste Software herausgesucht und erklärt, wofür sie dient und wie sie funktioniert. „Hot Wheels fürs Web“ weiterlesen

Porträt: King Hong Kong

Er war die Schlüsselfigur der Übernahmeschlacht Mannesmann-Vodafone. Jetzt will der vergötterte Immobilien-Tycoon Li Ka-shing zum Internet-Mogul aufsteigen – mit Sohn Richard an der Seite.

 

Der Geldregen, der im vorigen Herbst auf den alten Mister Li niederprasselte, war selbst für einen Multimilliardär wie ihn ungewohnt heftig. Jahrzehnte hatte der einstige Plastikblumenfabrikant aus Hongkong gebraucht, um sich im Club der Superreichen zu etablieren. Als ihn das Magazin „Forbes“ 1999 auf Rang zehn der Working Rich setzte, stand Lis Wohlslandspegel bei 12,7 Milliarden Dollar. Dann kam dieser deutsche Manager daher, Klaus Esser, Angestellter bei Mannesmann, und bot ihm die Chance, auf einen Schlag weitere 14,6 Milliarden Dollar abzuräumen. „Porträt: King Hong Kong“ weiterlesen